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Samstag, 24. September 2005

Nina und der kleine Stern

Der kleine Stern war sehr traurig. "Was hast du?" frage ihn seine Mutter. "Ach ich möchte so gern mal da unten auf der Erde sein." antwortete er ihr. Da flog eine Sternschnuppe vorbei und er setzte sich drauf und huch ging es runter.

Für Großansicht bitte anklicken


Nina lag in ihrem Bett und schaute durch das offene Fenster. Ich würde so gern da oben am Himmel sein und mal die Erde betrachten, dachte sie und seufzte. Da ging eine Sternschnuppe runter und plötzlich saß da ein kleiner Stern auf dem Fensterbrett.



"He! Wer bist du?" fragte sie. "Ich bin der kleine Stern, und du?"
"Nina, was machst du hier?"
"Ich wollte die Erde und vielleicht auch dich kennenlernen!"
Der Stern kuschelte sich an Nina ran und sie erzählten sich, wie sie die Welt sahen. Zufrieden schliefen sie beide ein, Nina mit der Erkennntnis, dass man nicht alles haben kann und der Stern vor Freude, dass er eine Freundin hatte.

Habe vorhin meine Tochter (7) ins Bett gebracht, mangels Einschlafbuch haben wir uns die Geschichte ausgedacht.

Dienstag, 23. November 2004

Alptraum

Ich ging über eine blühende Wiese. Mir war leicht und frei zumute. Dann türmten sich Steine in der Ferne auf, ich drehte mich im Kreis, überall das gleich Bild. Die Wände wuchsen und bildeten eine Kuppel um mich herum.
Es war wie in einer großen Kirche oder in einem Dom. Dann sah ich, dass wir viele waren, eingesperrt und fast ohne Licht. Ich dachte mir, ich muß mich davonschleichen, leise weg hier, einen Ausgang suchen, ohne dass einer was merkt. Entlang tasten an den Wänden, suchend nach einen Ausgang. Da war eine Tür. Sie wurde von einen großen vollkommen schwarz aussehenden Soldaten bewacht. Ich wollte vorbei gehen, er hielt mich ohne Worte zurück. Wollte mich gegen ihn stemmen, keine Chance. So trat ich zurück, verzweifelt nach anderen Möglichkeiten suchend. Ja, die Toilette. Ich brauchte ja nur aufs Klo gehen, dort gab es sicherlich ein Fenster. So war es, mir war egal, dass noch mehr Menschen dort waren, ich stieg zum staubigen Fenster hoch und wollte mich durchzwängen. Aber auch hier stand eine Wache und bedeutete mir, dass es kein Entkommen gibt. Ich ging zurück und als ich wieder in der Kirche stand, schrie ich laut: "Lasst mich raus, ihr habt kein Recht dazu". Ich erhob meine Stimme immer lauter und plötzlich stand ich wieder auf der blühenden Wiese. In der Ferne sah ich die Kuppel.
Da kam ein junges Mädchen, nass und mit vom Wasser angeklatschtem Haar. "Warst du auch da drin?" fragte ich sie und "Wie bist du raus gekommen?". "Ich bin durch die Kanalisation gekrochen." antwortete sie und ich fragte mich zuerst, warum ich nicht selber darauf gekommen sei. dann merkte ich, wie sie nach Kloake stank und ich war froh, dass ich diesen Weg nicht gewählt hatte.


Gedächnisprotokoll, nach der Montagsdemo gegen Agenda 2010 und Hartz IV, für soziale Gerechtigkeit gestern in Plauen fand zum Thema eine Veranstaltung im Malzhaus, einem hiesigen Kulturzentrum statt.
Eine ALG II-Betroffene erzählte mir danach im persönlichen Gespräch von diesem, ihren Alptraum.

Montag, 1. November 2004

von der ganz unterschiedlichen Sicht auf die Dinge

Der Himmel ist voll. Also sagt Gott zu Petrus, wir können niemanden mehr einlassen, mit einer Ausnahme, wenn die Person eine gute Geschichte zu erzählen hat, kommt der- oder diejenige rein.

Es klopft an der Himmelspforte. Petrus öffnet, ein Mann davor.
"Wir sind voll, aber hast du eine gute Geschichte, kommst du rein."
Der Mann darauf: "Na ja, ich habe eine wunderhübsche Frau, ich gehe arbeiten und sie ist zu Hause. Ich hatte sie immer in Verdacht, dass sie fremd geht. Heute bin ich extra 3 Stunden eher von Arbeit, das ganze Haus vom Keller bis zum Boden durchsucht, sie sitzt lächelnd beim Kaffee in der Küche. Schließlich gehe ich auf den Balkon raus, da sehe ich doch, wie sich zwei Hände an der Brüstung außen festhalten. Ich rein in die Küche, einen Hammer geholt... Wie ich so runterschaue, sehe ich doch wie der Kerl in einen weichen Busch landet, ich nicht faul, zurück in die Küche und den Kühlschrank hinterher geworfen...
Leider hat sich das Stromkabel an meinem Bein verfangen und deshalb bin ich hier."
Petrus: "Ok., die ist gut, komm rein"

10 Minuten später klopft es wieder. Petrus hin, gleicher Spruch und der Neuankömmling erzählt:
"Also ich gehe gern joggen, aber im Wald wird man immer so blöd von Typen angemacht, also habe ich mir ein Laufband gekauft und dieses auf mein Balkon gestellt. Leider ist da heute beim joggen etwas dran kaputt gegangen, jedenfalls bin ich mit einem großen Satz über die Balkonbrüstung gesegelt. Hatte aber Glück, konnte mich eine Etage tiefer an der dortigen Brüstung mit den Händen festklammern. Kommmt ein Kerl raus, dachte er hilft mir, aber nein, er klopft mit einem Hammer auf meine Hände, bis ich runterfalle. Habe nochmals Glück, lande in einem weichen Busch. Aber wie ich nach oben schaue, sehe ich einen Kühlschrank im Anflug. Deshalb bin ich hier."
Petrus: "Ja, mit der Story kommst du rein."

Noch 5 Minuten später später steht der nächste an der Pforte.
Petrus sagt sein Sprüchlein auf und der Mann erzählt: "ich habe eine wunderhübsche Freundin, ist verheiratet, hat aber einen totalen Trottel als Mann. Aber heute kommt er doch 3 Stunden eher von Arbeit! Ich in meiner Not verstecke mich im Kühlschrank."
Petrus grinsend :"Na da komm mal rein"

Mittwoch, 22. September 2004

Tanzvögel: erlebtes aufgeschrieben und wieder gefunden

"Papa, siehst du sie nicht, die Vögel tanzen in der Luft vor Glück".
Ich sehe nichts. Unsere Welt ist doch oft so viel ärmer als die der Kinder, denke ich noch.
"Papa, da sind die Tanzvögel wieder, du mußt sie doch sehen".
Was meint sie, "Tanzvögel", was soll das sein? Was will sie mir sagen? Sie ist bei mir, ihre Hand liegt in meiner und wir gehen zum Bahnhof. Tanzvögel, sind sie das wärmende Gefühl der Zweisamkeit?

erlebt mit meiner Tochter Maria (damals 4 Jahre) Juli 2002

Dienstag, 14. September 2004

schwebend nur...

schwebende fragezeichen
schwebend zwischen welten, gefühlen und gedanken
gleite ich dahin,
suchend nach antworten
die nicht gegeben
da die frage nicht gestellt

schwebend nur

gefangen in zweifeln und ängsten
hoffend, schwebend nur...
leben im augenblick

©detlef

Sonntag, 29. August 2004

Eine Geschichte aus dem Buch "Wolfswelt" von Knut Becker:

In einer Zeit des Umbruchs, als sich die Wölfe auf der Erde mühen mußten, ihre Herrschaft über die Schafe neu zu festigen, fassten sie nach langer Beratung einen gar klugen Plan. „Wir müssen“, hatte einer vorgeschlagen, „etwas tun, um den Nachteil auszugleichen, dass es so viele Schafe, aber so wenige Wölfe gibt. Trotz unserer Reißzähne erdrücken sie uns sonst mit ihrer Mehrheit. Laßt uns daher versuchen, so vielen Schafen wie eben möglich einzureden, sie wären Halbwölfe und könnten sogar im Laufe der Zeit sogar ganz zu Wölfen werden, wenn sie sich nur entsprechend verhielten. Wenn sie uns das glauben, werden sie sicher nicht mehr das Geschäft der Schafe besorgen, sondern das unsere.“
Und so ward denn auch beschlossen.
In den Herden fing man dann bald an, Schafe zu Viertelwölfen, Halbwölfen und Dreiviertelwölfen zu ernennen. Und siehe da, die beförderten Schafe veränderten ihr Verhalten auf gar wunderbare Art und Weise. Das fing schon äußerlich an. Beim Laufen reckten sie ihre Schnauzen hoch, benutzten ihre Nasen nach Wolfsart zum Schnüffeln und versuchten mit allen möglichen Mitteln ihre Schlappohren nach Wolfssitte aufzustellen. Sie fingen an die anderen Schafe zu beißen – so wie es Wölfe zu tun pflegen.
Die Wölfe waren über diesen ersten Erfolg sehr erfreut und sie taten alles um ihn dauerhaft zu gestalten. So gaben sie, wenn sie ein Schaf zerrissen hatten, den Viertel- und Halbwölfen ein paar weiche Stücke von den Eingeweiden ihrer Opfer und den Dreiviertelwölfen etwas vom Hirn. Die mahlten dann mit ihren stumpfen Schafszähnen darauf herum und schluckten brav was man ihnen gab. Daß es ihnen weder schmeckte noch bekam, verdrängten sie mit Erfolg, und bald erschien ihnen das Innere von Schafen als die begehrenswerteste Nahrung der Welt. Wenn eines mal merkte, daß es ihm doch nicht so schmeckte, dann schob er das darauf, daß er eben doch noch kein ganzer Wolf war – und schämte sich...
So gelang es denn, daß die Wölfe ihre Herrschaft über die Erde mit Hilfe vieler Schafe mehr und mehr festigten. Und wenn irgendwo Schafe aufstanden, und behaupteten auf der Erde gibt es nur zwei Arten, nämlich Schafe und Wölfe, dann – das hatten die Wölfe schon in ihren Schulungen vermittelt – empfanden das alle Viertel-, Halb- und Dreiviertelwölfe als persönliche Beleidigung. Sie begannen, alle Schafe, die derartiges äußerten, zu verfolgen und sie den Wölfen zum zerreißen zuzutreiben. Manchmal gerieten sie über jene sogar so in Zorn, daß sie eines der aufmüpfigen Schafe selbst zertrampelten, dann mit ihren Schafschnauzen in seinen blutigen Eingeweiden herumwühlten und dabei versuchten wie Wölfe zu knurren.
Daraufhin erhob sich unter den übrigen Schafen große Angst. Sie fingen von sich aus an jeden zu meiden oder ihn gar bei den Viertelwölfen anzuzeigen, der weiterhin zu behaupten wagte, auf der Welt gebe es nur Wölfe und Schafe und nichts dazwischen.
Die Wölfe sahen all dies mit großem Wohlgefallen. Sie beschlossen, daß die Welt so gut war, und daß künftig keiner mehr straflos an dieser Ordnung zweifeln dürfte.

Dienstag, 3. August 2004

Über das Liebesleben...

.... der Pflastersteine bei direkter Sonneneinstrahlung. Auch wenn es erst dieses Jahr nicht so aussah als ob dieses Thema wieder akut wird, noch 2 Wochen war man geneigt an den Beginn einer neuen Eiszeit zu glauben, steht es jetzt doch auf der Tagesordnung.
Ich möchte mich hiermit für die sprachlosen, geknechteten, getretenen, jeden Tag tausendfach überrollten Geschöpfe einsetzen, die doch so oft aus dem Blickwinkel unser geschätzten Aufmerksamkeit entfleuchen.
Der gemeine Pflasterstein sieht sich, jeden Sommertag der prallen Sonne ausgesetzt, seiner konfusen hormonellen Gefühlslage gegenüber. Er, festgefügt an seinem Platz, kann nicht sich der jungen zierlichen Pflastersteinin widmen, die 2 Reihen hinter ihm, halblinks platziert, dort ihr trostloses Dasein fristet.
NIE können sie zueinander kommen,
NIE sich zärtlich umarmen,
NIE sich in Lust vereinigen um kleine Pflasterkrümel zu zeugen.

Deshalb fordere ich:

FREIHEIT FÜR DIE PFLASTERSTEINE!

Geht auf die Straße Bürger, reißt eure armen Brüder im Geiste aus der Anordnung der Straße. Laßt euch auch von der Staatsgewalt nicht hindern, die diese Revolution mit Wasserwerfern und Gummiknüppeln verhindern möchte. Nehmt die Steine in die Hand, zeigt ihnen die Freiheit des Fluges und die Schönheit von Fensterscheiben der Dxxxxxxxxx Bank und MCDonxxxx. Ist das eine Feude zu sehen, wie unsere Brüder ihre Freiheit genießen, da kann einem warm ums Herz werden.

Getreu dem Motto, wenn du anderen gutes tust, wird es auch dir besser gehen, wird eine neue Zeit anbrechen, wo die Liebe regiert und niemand mehr das Leben über sich hinwegrollen lassen muss.

das musste mal gesagt werden.

leidene Pflastersteine

Donnerstag, 29. Juli 2004

Plauener Biergartenordnung

Der hochlöbliche Rat zu Plauen gibt hiermit seinen Bürgern und Gästen zur Freude und im Interesse der Erhaltung der Volksgesundheit kund:

Ab sofort soll in den Plauener Biergärten folgende Regelungen von den Schankwirten und ihrem Bedienpersonal eingehalten werden:

§1 Bürger und Gäste, die das 40.Lebensjahr vollendet haben, ist auf Nachfrage ein Kissen auf dem harten Biegartenstühlen und -bänken zu legen.

§2 Bei Bürger und Gästen, die jenseits der 50 sind, hat dies unaufgefordert mit dem Bierausschank zu geschehen.

§3 Obiger Personenkreis, der die 60 erreicht hat, ist das Bier zur besseren Bekömmlichkeit vorher leicht anzuwärmen.

§4 Aber den Bürgern und Gästen, die das löbliche 70.Lebensjahr überschritten haben, sind nebst des angewärmten Bieres statt des normalen Kissens zur Verhinderung von Hämorrhoiden eine elekrische Heizdecke unterzulegen.

§5 Für die Bürger und Gäste, die dann das hochlöbliche 80.Lebensjahr erleben dürfen, ist dann das angewärmte Bier unaufgefordert in einer Schnabeltasse zu liefern und ihnen beim Unterlegen der Heizdecke behilflich zu sein.

So beschlossen und kund getan

Im Jahre des Herrn 2004 in der freien Stadt Plauen

Der Rat

Donnerstag, 1. Juli 2004

Gelebt?

Beim kramern auf meinem PC habe ich folgendes Gedicht gefunden, fragt mich aber nicht, woher ich es hatte.
Auf jeden Fall mal was zum Nachdenken:

Ein 85-jähriger Mann, der wußte,
daß er bald sterben würde, sagte:

Wenn ich noch einmal zu leben hätte,
dann würde ich mehr Fehler machen,
ich würde versuchen,
nicht so schrecklich perfekt zu sein;
dann würde ich mich mehr entspannen
und vieles nicht mehr so ernst nehmen;

dann wäre ich ausgelassener und verrückter;
ich würde mir
nicht so viele Sorgen machen um mein Aussehen,
dann würde ich mehr verreisen, mehr Berge besteigen,
mehr Flüsse durchschwimmen
und mehr Sonnenuntergänge beobachten;

dann würde ich mehr Eiscreme essen,
dann hätte ich mehr wirkliche Schwierigkeiten
als nur eingebildete;

dann würde ich früher im Frühjahr
und später im Herbst barfuß gehen,
dann würde ich mehr Blumen riechen,
mehr Kinder umarmen und mehr Menschen sagen,
daß ich sie liebe.


Wenn ich noch einmal zu leben hätte,
aber ich habe es nicht.



Freitag, 25. Juni 2004

Ein neues Volk muss her!!!!

Gerade bei Spiegel online gelesen:

"Depressionen in der SPD, miese Umfragewerte, Kritik am Reformkurs - Gerhard Schröder durchlebt schwere Zeiten. Jetzt hält der Kanzler dagegen und nimmt das Volk ins Visier.
Die Umsetzung der "Agenda 2010" gehe nur so langsam voran, weil die deutsche Gesellschaft zu unbeweglich sei.

Die Bereitschaft zu Veränderungen habe dann ein Ende, wenn es um Einschränkungen bei sich selbst gehe, klagte Schröder ... Schon wegen der Einführung der Praxisgebühr ...habe sich in Deutschland "eine fast vorrevolutionäre Situation" entwickelt, kritisierte der Kanzler ..."



Dieses sch*** Volk hat doch der Kanzler wirklich nicht verdient, hier kommt eine Dose Mitleid und immer schön Kurs halten Herr Schröder, in 2 Jahren sind ja wieder Wahlen, wählen sie sich doch ein anderes, welches einfach dankbar ist und sie besser versteht.

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zuckerwattewolkenmond - 18. Nov, 21:18
Ich würde
sooo gerne mein Blog aufräumen. Es könnten...
zuckerwattewolkenmond - 18. Nov, 18:42
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ich sehe sie, all die gefiederten freunde.eins, zwei,...
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