Alptraum
Ich ging über eine blühende Wiese. Mir war leicht und frei zumute. Dann türmten sich Steine in der Ferne auf, ich drehte mich im Kreis, überall das gleich Bild. Die Wände wuchsen und bildeten eine Kuppel um mich herum.
Es war wie in einer großen Kirche oder in einem Dom. Dann sah ich, dass wir viele waren, eingesperrt und fast ohne Licht. Ich dachte mir, ich muß mich davonschleichen, leise weg hier, einen Ausgang suchen, ohne dass einer was merkt. Entlang tasten an den Wänden, suchend nach einen Ausgang. Da war eine Tür. Sie wurde von einen großen vollkommen schwarz aussehenden Soldaten bewacht. Ich wollte vorbei gehen, er hielt mich ohne Worte zurück. Wollte mich gegen ihn stemmen, keine Chance. So trat ich zurück, verzweifelt nach anderen Möglichkeiten suchend. Ja, die Toilette. Ich brauchte ja nur aufs Klo gehen, dort gab es sicherlich ein Fenster. So war es, mir war egal, dass noch mehr Menschen dort waren, ich stieg zum staubigen Fenster hoch und wollte mich durchzwängen. Aber auch hier stand eine Wache und bedeutete mir, dass es kein Entkommen gibt. Ich ging zurück und als ich wieder in der Kirche stand, schrie ich laut: "Lasst mich raus, ihr habt kein Recht dazu". Ich erhob meine Stimme immer lauter und plötzlich stand ich wieder auf der blühenden Wiese. In der Ferne sah ich die Kuppel.
Da kam ein junges Mädchen, nass und mit vom Wasser angeklatschtem Haar. "Warst du auch da drin?" fragte ich sie und "Wie bist du raus gekommen?". "Ich bin durch die Kanalisation gekrochen." antwortete sie und ich fragte mich zuerst, warum ich nicht selber darauf gekommen sei. dann merkte ich, wie sie nach Kloake stank und ich war froh, dass ich diesen Weg nicht gewählt hatte.
Gedächnisprotokoll, nach der Montagsdemo gegen Agenda 2010 und Hartz IV, für soziale Gerechtigkeit gestern in Plauen fand zum Thema eine Veranstaltung im Malzhaus, einem hiesigen Kulturzentrum statt.
Eine ALG II-Betroffene erzählte mir danach im persönlichen Gespräch von diesem, ihren Alptraum.
Es war wie in einer großen Kirche oder in einem Dom. Dann sah ich, dass wir viele waren, eingesperrt und fast ohne Licht. Ich dachte mir, ich muß mich davonschleichen, leise weg hier, einen Ausgang suchen, ohne dass einer was merkt. Entlang tasten an den Wänden, suchend nach einen Ausgang. Da war eine Tür. Sie wurde von einen großen vollkommen schwarz aussehenden Soldaten bewacht. Ich wollte vorbei gehen, er hielt mich ohne Worte zurück. Wollte mich gegen ihn stemmen, keine Chance. So trat ich zurück, verzweifelt nach anderen Möglichkeiten suchend. Ja, die Toilette. Ich brauchte ja nur aufs Klo gehen, dort gab es sicherlich ein Fenster. So war es, mir war egal, dass noch mehr Menschen dort waren, ich stieg zum staubigen Fenster hoch und wollte mich durchzwängen. Aber auch hier stand eine Wache und bedeutete mir, dass es kein Entkommen gibt. Ich ging zurück und als ich wieder in der Kirche stand, schrie ich laut: "Lasst mich raus, ihr habt kein Recht dazu". Ich erhob meine Stimme immer lauter und plötzlich stand ich wieder auf der blühenden Wiese. In der Ferne sah ich die Kuppel.
Da kam ein junges Mädchen, nass und mit vom Wasser angeklatschtem Haar. "Warst du auch da drin?" fragte ich sie und "Wie bist du raus gekommen?". "Ich bin durch die Kanalisation gekrochen." antwortete sie und ich fragte mich zuerst, warum ich nicht selber darauf gekommen sei. dann merkte ich, wie sie nach Kloake stank und ich war froh, dass ich diesen Weg nicht gewählt hatte.
Gedächnisprotokoll, nach der Montagsdemo gegen Agenda 2010 und Hartz IV, für soziale Gerechtigkeit gestern in Plauen fand zum Thema eine Veranstaltung im Malzhaus, einem hiesigen Kulturzentrum statt.
Eine ALG II-Betroffene erzählte mir danach im persönlichen Gespräch von diesem, ihren Alptraum.
monsi2403 in Zum alten Blog-Archiv - 23. Nov, 14:53
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