Nachtrag zum 3.Oktober
Ich wollte den Beitrag schon am 3., dann am 4. schreiben, angefangen, verworfen, sein gelassen. Irmgards Gedanken zu diesem Thema "Deutsche (Un-)Einheit" haben mich nun veranlaßt, doch ein paar Sätze dazu zu schreiben.
Zu rumoren im Kopf fing es schon am 3. morgens an, im Radio die Moderatorin begrüßt die Hörer zum "Tag der deutschen Einheit", den ja alle gewollt hätten, klingt irgendwie höhnisch so unter dem Motto, "Ihr habt euch die Suppe eingebrockt, nun löffelt sie aus". Gedanken, nachdenken, so gewollt (?)... am Abend kam auf RBB (ich mal selten ferngesehen) ein Rückblick auf die Zeit damals 1989, 17 Jahre her, "Wer zu spät kommt ... Honeckers letzter Republik-Geburtstag"
Der greise Honecker beim Festakt im Palast der Republik: "Vorwärts immer, rückwärts nimmer", ja es wurde Zeit, das System mußte weg, war mit diesen Leuten und auch mit ihren Zög- und Wendlingen wie Krenz und Konsorten nicht reformierbar. Zerstört und diskrediert damit auch der Traum auf eine humanistische, gerechte Welt, frei von Hunger und Krieg. Aber es wollten ja alle die D-Mark. "Kommt die DM nicht zu uns, kommen wir zu ihr". Losungen von Volksmassen, die die Wende und den entgültigen Zusammenbruch auf der Straße erstritten hatten. Aus "Wir sind das Volk" wurde "Wir sind ein Volk" , für mich damals der Zeitpunkt nicht mehr an den Protesten teilzunehmen, weil klar war, wohin die Reise geht. Und wir sind angekommen, eine Welt die alternativlos scheint, weil der Sozialismus ist ja nun total gescheitert. Eine Welt, auf der 1/6 Hunger leiden, wo jeden Tag 70 Millionen Kinder unter 10 Jahren arbeiten müssen um sich und ihre Familien zu ernähren, und das ist das schlimmste, sich die Kluft zwischen Arm und Reich nicht verringert sondern vergrößert hat.
Frei nach Brecht:
Reicher Mann und armer Mann
Standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.
Die alles entscheidende FRAGE. Gibt es eine Alternative. Wird eines Tages der einfache Weltbürger seine Tatenlosigkeit überwinden und eine neue Welt errichten, frei von Profitgier?
Oder wird die Erde schon vorher ökologisch und ökonomisch zusammenbrechen, der Kampf um den letzten Tropfen sauberes Wasser und reiner Luft uns alle in den Abgrund ziehen? Es ist mein Glaube, das ersteres geschehen wird. Genau wie ein Jahr vor dem Ende der DDR kaum jemand ernsthaft den Systemwechsel in diesem kurzen Zeitraum vorausgesagt hat, wird dies wieder geschehen. Aber ich wollte ja was zu Alternativen und Perspektiven sagen und nicht nur unken und schwarzmalen.
Ich war ja am letzten Wochenende auf der Suche nach Antworten zum Tag der offenen Tür im ZEGG (Zentrum für Experimentelle Gesellschaftsgestaltung)
Um es vorwegzunehmen, die Leute dort haben keine Patentrezepte, aber sie machen sich Gedanken darüber wie man anders leben kann und tun dies auch in ihrer Welt. Ihr Politikverständnis und ihre Sicht auf die Welt trifft sich meiner 100%. Wir brauchen Ideen und Beispiele was geht, wenn der Tag gekommen ist, damit wir diesmal Antworten haben und nicht wieder den "Deibl" mit dem "Beezlebub" austreiben.
Hier ein Blick ins Dorf:
Also was tun?
Eine Gemeinschaft werden!
“Eine Voraussetzung für Gemeinschaft ist das echte Interesse am Anderen des anderen.”
Wolfgang Gutberlet
Damit wird sich z.B. das "Ossi" und "Wessi"-Gehabe aufhören, wir sitzen, wenn man mal über seinen Tellerrand hinausschaut, im selben Boot, aber nichts wird so sehr gepflegt und gesteuert (?) --> B***Zeitung wie die Unterschiede. Schon die Römer wußten "Teile und herrsche" Ein Spruch den die Mächtigen auch heute noch beherzigen.
Den Egoismus überwinden, nicht nur an sich denken, sondern sich sorgen, wie geht es meinen Mitmenschen.Den Mut und den Willen aufbringen zu ergründen, warum denkt und handelt mein Gegenüber so, wie er es tut!
Weitere Informationen
Bewusstsein in der Liebe schaffen
Geschlechter müssen solidarisch miteinander umgehen, dazu gehört die wirkliche Gleichberechtigung und das verschwinden des traditionellen Rollenverständnisses.
Weitere Informationen
Spiritualität
Spiritualität bedeutet, in bewusster Verbundenheit mit dem Schöpfungsganzen zu leben. Wir sind Teil einer großen Welt. Ob man da an einen Schöpfer glaubt, oder den denkenden Mensch als Mittelpunkt sieht, sei jedem selbst überlassen. Egal wie, ich glaube es führt zu einem bewußter leben und erleben.
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Bereich Ökologie und Permakultur
Hier geht das ZEGG in meinen Augen in vielen Dingen mit gutem Beispiel voran, ob es der biologische Anbau von Gemüse
oder die Pflanzenkläranlage ist.
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Bereich Kinder und Jugendliche
Ihnen, als unsere Zukunft kommt eine besondere Bedeutung zu. Die Entwicklung eines neuen Menschen, jenseits von Konsumgier und Besitzstreben muß genau hier ansetzen.
Meiner Tochter hat es im übrigen so gut gefallen, dass sie gar nicht mehr weg wollte.
Hier noch ein Blick auf gebasteltes aus Naturmaterialien:
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Entwicklung von Kreativität
Eine wahre Kultur, weg vom konsumieren, stumpfsinnig an der Glotze hängend, hin zum mitmachen, zu Musik, Tanz, Theater. Interessen entwickeln, Leben bereichernd.
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Wie am Anfang gesagt, es gibt keine fertigen Antworten, aber wer eine andere Zukunft will, der muß sich mit Visionen beschäftigen und um auf das Eingangsmotto zurückzukommen, dann wird es mal einen "Tag der Einheit" geben, einen Tag jenseits der nationalen Grenzen, den die Menschen feiern weil sie es geschafft haben eine neue Welt zu errichten.
Danke an alle, die es bis hierher mit Lesen geschafft haben.
Liebe Grüße
Mr.D.
Zu rumoren im Kopf fing es schon am 3. morgens an, im Radio die Moderatorin begrüßt die Hörer zum "Tag der deutschen Einheit", den ja alle gewollt hätten, klingt irgendwie höhnisch so unter dem Motto, "Ihr habt euch die Suppe eingebrockt, nun löffelt sie aus". Gedanken, nachdenken, so gewollt (?)... am Abend kam auf RBB (ich mal selten ferngesehen) ein Rückblick auf die Zeit damals 1989, 17 Jahre her, "Wer zu spät kommt ... Honeckers letzter Republik-Geburtstag"
Der greise Honecker beim Festakt im Palast der Republik: "Vorwärts immer, rückwärts nimmer", ja es wurde Zeit, das System mußte weg, war mit diesen Leuten und auch mit ihren Zög- und Wendlingen wie Krenz und Konsorten nicht reformierbar. Zerstört und diskrediert damit auch der Traum auf eine humanistische, gerechte Welt, frei von Hunger und Krieg. Aber es wollten ja alle die D-Mark. "Kommt die DM nicht zu uns, kommen wir zu ihr". Losungen von Volksmassen, die die Wende und den entgültigen Zusammenbruch auf der Straße erstritten hatten. Aus "Wir sind das Volk" wurde "Wir sind ein Volk" , für mich damals der Zeitpunkt nicht mehr an den Protesten teilzunehmen, weil klar war, wohin die Reise geht. Und wir sind angekommen, eine Welt die alternativlos scheint, weil der Sozialismus ist ja nun total gescheitert. Eine Welt, auf der 1/6 Hunger leiden, wo jeden Tag 70 Millionen Kinder unter 10 Jahren arbeiten müssen um sich und ihre Familien zu ernähren, und das ist das schlimmste, sich die Kluft zwischen Arm und Reich nicht verringert sondern vergrößert hat.
Frei nach Brecht:
Reicher Mann und armer Mann
Standen da und sahn sich an.
Und der Arme sagte bleich:
Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.
Die alles entscheidende FRAGE. Gibt es eine Alternative. Wird eines Tages der einfache Weltbürger seine Tatenlosigkeit überwinden und eine neue Welt errichten, frei von Profitgier?
Oder wird die Erde schon vorher ökologisch und ökonomisch zusammenbrechen, der Kampf um den letzten Tropfen sauberes Wasser und reiner Luft uns alle in den Abgrund ziehen? Es ist mein Glaube, das ersteres geschehen wird. Genau wie ein Jahr vor dem Ende der DDR kaum jemand ernsthaft den Systemwechsel in diesem kurzen Zeitraum vorausgesagt hat, wird dies wieder geschehen. Aber ich wollte ja was zu Alternativen und Perspektiven sagen und nicht nur unken und schwarzmalen.
Ich war ja am letzten Wochenende auf der Suche nach Antworten zum Tag der offenen Tür im ZEGG (Zentrum für Experimentelle Gesellschaftsgestaltung)
Um es vorwegzunehmen, die Leute dort haben keine Patentrezepte, aber sie machen sich Gedanken darüber wie man anders leben kann und tun dies auch in ihrer Welt. Ihr Politikverständnis und ihre Sicht auf die Welt trifft sich meiner 100%. Wir brauchen Ideen und Beispiele was geht, wenn der Tag gekommen ist, damit wir diesmal Antworten haben und nicht wieder den "Deibl" mit dem "Beezlebub" austreiben.
Hier ein Blick ins Dorf:
Also was tun?
Eine Gemeinschaft werden!
“Eine Voraussetzung für Gemeinschaft ist das echte Interesse am Anderen des anderen.”
Wolfgang Gutberlet
Damit wird sich z.B. das "Ossi" und "Wessi"-Gehabe aufhören, wir sitzen, wenn man mal über seinen Tellerrand hinausschaut, im selben Boot, aber nichts wird so sehr gepflegt und gesteuert (?) --> B***Zeitung wie die Unterschiede. Schon die Römer wußten "Teile und herrsche" Ein Spruch den die Mächtigen auch heute noch beherzigen.
Den Egoismus überwinden, nicht nur an sich denken, sondern sich sorgen, wie geht es meinen Mitmenschen.Den Mut und den Willen aufbringen zu ergründen, warum denkt und handelt mein Gegenüber so, wie er es tut!
Weitere Informationen
Bewusstsein in der Liebe schaffen
Geschlechter müssen solidarisch miteinander umgehen, dazu gehört die wirkliche Gleichberechtigung und das verschwinden des traditionellen Rollenverständnisses.
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Spiritualität
Spiritualität bedeutet, in bewusster Verbundenheit mit dem Schöpfungsganzen zu leben. Wir sind Teil einer großen Welt. Ob man da an einen Schöpfer glaubt, oder den denkenden Mensch als Mittelpunkt sieht, sei jedem selbst überlassen. Egal wie, ich glaube es führt zu einem bewußter leben und erleben.
Weitere Informationen
Bereich Ökologie und Permakultur
Hier geht das ZEGG in meinen Augen in vielen Dingen mit gutem Beispiel voran, ob es der biologische Anbau von Gemüse
oder die Pflanzenkläranlage ist.
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Bereich Kinder und Jugendliche
Ihnen, als unsere Zukunft kommt eine besondere Bedeutung zu. Die Entwicklung eines neuen Menschen, jenseits von Konsumgier und Besitzstreben muß genau hier ansetzen.
Meiner Tochter hat es im übrigen so gut gefallen, dass sie gar nicht mehr weg wollte.
Hier noch ein Blick auf gebasteltes aus Naturmaterialien:
Weitere Informationen
Entwicklung von Kreativität
Eine wahre Kultur, weg vom konsumieren, stumpfsinnig an der Glotze hängend, hin zum mitmachen, zu Musik, Tanz, Theater. Interessen entwickeln, Leben bereichernd.
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Wie am Anfang gesagt, es gibt keine fertigen Antworten, aber wer eine andere Zukunft will, der muß sich mit Visionen beschäftigen und um auf das Eingangsmotto zurückzukommen, dann wird es mal einen "Tag der Einheit" geben, einen Tag jenseits der nationalen Grenzen, den die Menschen feiern weil sie es geschafft haben eine neue Welt zu errichten.
Danke an alle, die es bis hierher mit Lesen geschafft haben.
Liebe Grüße
Mr.D.
2 Kommentare - Kommentar verfassen Gelesen: 600 mal

















... ein toller Eintrag :)
Danke dir auch für deinen aufmunternden Kommentar :)))
Ich wünsch dir ein schönes Wochenende und lass dir ganz liebe Grüsse hier,
Ocean